Einstiegsgeld - bis zu 9.576 Euro geschenktes Geld vom Staat

Einstiegsgeld: Wieviel?

Über das Einstiegsgeld können Arbeitslosgeld II (Hartz IV)Empfänger bis zu 9.576 Euro nicht rückzahlbaren, steuerfreien Zuschuss für ihre Existenzgründung erhalten. Wir zeigen Ihnen hier, wie es geht.
Wichtig: Sie müssen zunächst mit dem Jobcenter eine Eingliederungsvereinbarung schließen, bevor Sie das Gewerbe anmelden. Ansonsten ist eine Förderung nicht möglich!

Das Einstiegsgeld kann für eine Dauer von bis zu 24 Monaten nach Existenzgründung gezahlt werden.
Sind Sie die einzige Person, die in der Bedarfsgemeinschaft lebt, beträgt das Einstiegsgeld in der Regel 50% der Hilfe zum Lebensunterhalt, also 199,50 Euro/Monat.
Im Einzelfall (z.B. bei lang andauernder Arbeitosigkeit oder anderen Vermittlunghemmnissen) kann es auf maximal 90% der Hilfe zum Lebensunterhalt (max. 359,10 Euro/Monat) aufgestockt werden.
Leben mehrere Personen in der Bedarfsgemeinschaft, gibt es für jede weitere Person 10% der Hilfe zum Lebensunterhalt (= 39,90 Euro) mehr, maximal jedoch 399 Euro/Monat.

Einstiegsgeld: Benötigte Unterlagen

Für den Antrag auf Einstiegsgeld brauchen Sie die folgenden Unterlagen:

  • Einen aussagekräftigen Businessplan. Diesen können Existenzgründer aus NRW Workshops Businessplan, für die wir Zuschüsse beantragen, mit unserer Unterstützung kostengünstig erstellen. Die Teilnahmegebühr beträgt lediglich für Bezieher von Arbeitslosengeld oder Hartz IV lediglich 80 €. In allen anderen Bundesländern können die Kosten einer Businessplanerstellung zu 50% bis 80% bezuschusst werden.
  • Eine fachkundige Stellungnahme. Fachkundige Stellen sind Unternehmensberater, die Kammern, die Wirtschaftsförderung, Banken und Steuerberater. In unseren Workshops Businessplan ist die fachkundige Stellungnahme im Preis enthalten.
  • In der Regel wird der Besuch eines Existenzgründerseminars verlangt.
    In unseren Existenzgründerseminaren erhalten Sie hierzu ein von der Agentur für Arbeit anerkanntes Zertifikat.
  • Die Kosten für einen Seminarbesuch und einen Workshop können auf Antrag hin vom Jobcenter übernommen werden. Sprechen Sie hierzu ihren Fallmanager an. Berufen Sie sich dabei auf § 16c SGB II

    Einstiegsgeld Antrag abgelehnt - was nun?

    Auch wenn das Einstiegsgeld eine Ermessensleistung ist - es ist keine Willkürleistung.
    Gegen einen ablehnden Bescheid können Sie Widerspruch einlegen und - falls das nicht erfolgreich sein sollte - vor dem Sozialgericht klagen.

    einstiegsgeld

    Einstiegsgeld - weitere Förderprogramme

    Neben dem Einstiegsgeld kann ihnen das Jobcenter mit weiteren Förderprogrammen gemäß § 16c SGB II weiter helfen:

  • Bis zu 5.000 Zuschuss zu Investitionen
  • Zinslose Darlehen
  • Kosten einer Gründungsberatung und eines Coachings

  • Dies ist allerdings nur möglich,

    "wenn zu erwarten ist, dass die selbständige Tätigkeit wirtschaftlich tragfähig ist und die Hilfebedürftigkeit durch die selbständige Tätigkeit innerhalb eines angemessenen Zeitraums dauerhaft überwunden oder verringert wird."


    Weitere Förderprogramme für Existenzgründer finden Sie in unserer Fördermitteldatenbank.

    (alle Angaben ohne Gewähr)